Archiv der Kategorie: Raum

Barock in Süddeutschland | Seminarwoche März 2020

Der bayerische Barock prägte das Land nachhaltig. In der europäischen Architekturgeschichte dieser Zeit kommt der bayerischen Entwicklung ein hohes Mass an Eigenständigkeit zu, die dazu berechtigt, Bayern gesondert zu betrachten, da die Entwicklung der Architektur einen sehr eigenständigen Weg verfolgte.
Um 1690 gelang der ersten Generation der grossen deutschen Barockarchitekten der künstlerische Durchbruch. Zu ihnen zählen zwei bedeutende Vertreter einer aus Altbayern stammenden und nach Böhmen eingewanderten Baumeisterfamilie, nämlich Christoph und Johann Dientzenhofer. Ein Hauptvertreter der zweiten Generation sowohl auf dem Gebiet der Zivil- und Militärbaukunst ist der aus Eger stammende Deutschböhme Balthasar Neumann. Die Studierenden besuchten auf Ihrer Reise Bauwerke diese Epoche, unter anderem auch die Würzburger Residenz und die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen in Bamberg.

 

Seminarwoche März 2020 | Holz, Stampflehm, Textil und süddeutscher Barock

Unsere Studierenden sind in dieser Woche handwerklich und entdeckend auf Reisen: Ob Lehm stampfend im Vorarlberg, die Textilindustrie erkundend in Glarus und dem Puschlav, die Holzwirtschaft verstehend in der Ostschweiz oder eindrückliche Bauten des Barock und Rokoko studierend in Süddeutschland. Die jeweiligen Seminarführer versprechen dichte Programme, Eindrücke zu den Reisen folgen.

 

 

21 mehr oder weniger zusammenhängende Gedanken zum Wohnen | Jonathan Sergison, Sergison Bates Architects | 26.02.2020

Die Typologie, die von Sergison Bates Architects in ihrer beruflichen Praxis insbesondere untersucht wurde, ist das Wohnen. In seinem Vortrag zieht Jonathan Sergison Bilanz aus nahezu 25 Jahren Praxis und bewertet vor diesem Erfahrungshintergrund die Themen und Interessen neu, die ihn und sein Büro bei der Gestaltung eines zeitgemässen europäischen Wohnraums beeinflussen. Dazu stellt er Referenzen ebenso vor wie eigene Projekte, die Sergison Bates Architects in verschiedenen Kontexten realisiert haben, zudem aktuelle Projekte, die sich im Entstehen befinden.

Vortrag auf Englisch

Veranstaltungsort
ArchitekturWerkstatt der FHS St.Gallen
Hauptpost St.Gallen, 2. OG
Zugang über die St.Leonhard-Str. 40

Die ArchitekturWerkstatt zu Gast in den Werkstätten des Theaters St.Gallen

Die ArchitekturWerkstatt hatte kurz vor Weihnachten die Gelegenheit, in Begleitung der Berliner Bühnenbildnerin Claudia Rohner die Werkstätten des Theaters St.Gallen zu besuchen. Aktuell laufen dort die Vorbereitungen für das Stück Der Prozess von Franz Kafka (Premiere am 10. Januar 2020, www.theatersg.ch/de/programm/der-prozess/1430).
Nach der Bühnenprobe mit Regie, Schauspielern, Puppen und Live-Musik erhielten wir von der Maschinerie über die Textil-, Metall-, Holz- und Malerwerkstätten bis zur Handhabung des Puppenspiels und dem Entwurf des Bühnenbilds einen wunderbaren Einblick in den Entstehungsprozess einer Theaterproduktion.

Schlusskritik | Semesterarbeiten Frühjahr 2019

Die Studierenden des 2. und 4. Semesters präsentieren ihre Arbeiten. Gastkritiker sind die Architektin Erika Fries, Partnerin bei huggenbergerfries Architekten, Zürich, der Architekt, Dozent und Redaktor von werk, bauen + wohnen Tibor Joanelly und der Ingenieur Andrea Pedrazzini, Partner im Ingenieurbüro Pedrazzini Guidotti in Lugano.

Balkone, Hofgärten, Laternen, Vogelnester und eine Hundedusche | Vortrag Kaschka Knapkiewicz | 22.05.2019

Die Zürcher Architektin Kaschka Knapkiewicz arbeitet seit 1992 gemeinsam mit Axel Fickert in einer Büropartnerschaft. Es sind vor allem die Wohnbauentwürfe der beiden, die durch ihre Vielschichtigkeit und die überzeugenden räumlichen Lösungen abseits der heute üblichen Standards nicht nur die Bewohner begeistern, sondern auch viele junge Architekten beeinflusst haben. Der Titel des Vortrags mag einen ersten Hinweis geben: Die Arbeiten sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem jeweiligen (städtischen) Raum, dem spezifischen Ort, an dem die Bauten zu stehen kommen. Für Kaschka Knapkiewicz ist es wesentlich, lebenswerte Räume zu gestalten, dabei spielt die Massstäblichkeit der Bauten eine entscheidende Rolle.

Veranstaltungsort
ArchitekturWerkstatt FHS St.Gallen
Hauptpost St.Gallen, 2. OG
Zugang über die St.Leonhard-Str. 40

Vortrag von Roger Boltshauser vom 8. Mai

Potenziale ausloten, die abseits gängiger Standards erlauben, Ressourcen schonend und zukunftsweisend zu Bauen und gleichzeitig dazu auffordern, nach einem eigenen Ausdruck in der Architektur zu suchen, eben weil Systeme neu gedacht, Strukturen definiert werden müssen, darüber sprach der Zürcher Architekt Roger Boltshauser in seinem Vortrag an der ArchitekturWerkstatt. Er nennt dies «Arbeiten an der Sprache der Architektur».

 

Raum, Material, Struktur | Vortrag Roger Boltshauser, Boltshauser Architekten, Zürich | Mittwoch, 8.5.2019

Die Bauten Roger Boltshausers sind geprägt von einer intelligenten, aus den eingesetzten Materialien und deren Konstruktionsbedingungen entwickelten Formgebung und Raumbildung. Sie zeugen gleichzeitig von einer engen Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdisziplinen. Mit dem Bauingenieur Jürg Conzett, dem Haustechniker Marco Waldhauser oder dem Lehmbauer Martin Rauch hat er wegweisende Projekte realisiert und Konzepte entwickelt, die in der Verwendung der eingesetzten Materialien neue Wege bestreiten und damit nach einem eigenen Ausdruck verlangen. In seinem Vortrag spricht Roger Boltshauser über dieses «Arbeiten an der Sprache der Architektur».

Mittwoch, 8.5.2019, 18.30 Uhr, ArchitekturWerkstatt St.Gallen